14.11.2013

Architekturpreis für City-Tunnel-Station

Architekturpreis::Andreas Irngartinger (Deges), Michael Müer (Deutsche Bahn AG) und Sven Morlok (Freistaat Sachsen) und Andreas Engel (Architekturbüro Max Dudler) nehmen den Preis entgegen.
Andreas Irngartinger (Deges), Michael Müer (Deutsche Bahn AG) und Sven Morlok (Freistaat Sachsen) und Andreas Engel (Architekturbüro Max Dudler) nehmen den Preis entgegen. 

Die Station Wilhelm-Leuschner-Platz des City-Tunnels Leipzig hat den 'Architekturpreis der Stadt Leipzig zur Förderung der Baukultur 2013' erhalten.

Gemeinsam mit Michael Müer, Leiter des Regionalbereichs Südost der Deutschen Bahn AG, nahm Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr als Bauherren die Auszeichnung persönlich entgegen.

„Die Station Wilhelm-Leuschner-Platz  hat diesen Preis verdient. Sie ist nicht unumstritten, und das ist auch gut so. Denn nur was Aufsehen erregt und streitbar ist, kann einzigartig – und ausgezeichnet – sein. Meinen Glückwunsch an den Architekten Max Dudler für diese verdiente Auszeichnung,“ freut sich Minister Morlok über die Entscheidung der Jury. „Jede Station des City-Tunnels hat ihr ganz eigenes Gesicht, ihre eigene, hochwertige Gestaltung und einen individuellen Charakter. Viele U-Bahn-Stationen in anderen Metropolen sind im Gegensatz dazu triste Zweckbauten. Das hat Leipzig anderen Städten ab dem 15. Dezember voraus, wenn wir mit dem City-Tunnel in Betrieb gehen. Der City-Tunnel bereichert neben seinem verkehrlichen Nutzen auch das Leipziger Stadtbild.“

Südlich der Leipziger City werden die Fahrgäste in der Station Wilhelm-Leuschner-Platz von einer scheinbar tageslichtdurchfluteten Fassade empfangen – rund zwanzig Meter unter der Erde. Die Station erstreckt sich mit ihrem 140 Meter langen Inselbahnsteig in Nord-Süd-Richtung unter dem Martin-Luther-Ring bis zur Mitte des Wilhelm-Leuschner-Platzes. Die fast 130.000 Glasbausteinelemente, die von ihrer Rückseite mit rund 700 Leuchten angestrahlt werden, vermitteln unterirdisch den Eindruck von Tageslicht. Die außergewöhnliche Fassadengestaltung mit den Glasbausteinelementen setzt sich auch oberirdisch an den umgrünten Stationseingängen fort.

In ihrer Begründung zur Auszeichnung mit einem Hauptpreis lobte die Jury die 2013 fertig gestellte S-Bahn-Station Wilhelm-Leuschner-Platz als ein zukunftsweisendes Bauwerk für eine der zentralen Aufgaben im urbanen Kontext einer Großstadt. In der Begründung werden die funktionale Reduktion und Klarheit der 15 Meter hohen unterirdischen Haltestelle hervorgehoben. Die leicht gekrümmte stützenfreie Halle ist charakterisiert durch ein Decken und Wände umfassendes tragendes Gitterwerk aus Sichtbeton und hinterleuchteten Glasbausteinen und einen homogenen Terrazzofußboden. Den Architekten, so die Jury, sei es gelungen, durch Kubatur, Materialität und Lichtführung diesem Verkehrsbauwerk einen nahezu sakralen Charakter zu verleihen.

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